AGB
Informationen zu LuxCharity und seinem Trägerverein.
Stand: 14. September 2026Geltungsbereich
Der im Impressum genannte Verein betreibt LuxCharity. Diese Bedingungen gelten für die Informationswebsite und den öffentlichen Katalog neuer und gebrauchter Luxusartikel. Die Website schließt keine Käufe ab.
Konto und Freigabe
Registrierungen erfolgen in der App. Käufer und Verkäufer benötigen eine vollständige Registrierung. Verkäufer werden vor der Veröffentlichung manuell geprüft; Organisationen benötigen eine Zertifizierung für den Spendenempfang.
Angebote und Beträge
Artikelzustand, Rechte, Preis, Versand und Erlösaufteilung müssen korrekt angegeben werden. Gebührenbeispiele sind Berechnungen. Ein Auktionsergebnis ist keine Zahlung; Zahlungsabschluss, Spendenüberweisung und Auszahlung sind derzeit nicht eingerichtet.
Mindestspende bei jedem Verkauf
Für jeden Verkauf eines neuen oder gebrauchten Artikels – zum Festpreis, in einer Auktion oder im Live-Verkauf – müssen insgesamt mindestens 10 % des Artikelverkaufspreises vor Gebühren für zertifizierte gemeinnützige Organisationen vorgesehen werden. Bei Auktionen zählt der erzielte Endpreis. Versand ist im Verkaufspreis enthalten; alternativ ist kostenlose Selbstabholung möglich.
Die Mindestspende ist Teil der Erlösaufteilung und keine zusätzliche Gebühr. Der Organisationsanteil am Restbetrag nach Gebühren muss entsprechend hoch gewählt werden. Ohne Organisation des Verkäufers muss der Käufer eine zertifizierte Organisation auswählen. Der optionale 5-%-Käufer-Split verteilt den Organisationstopf auf zwei Empfänger und darf den Gesamttopf nicht verringern. Ein Auktionsergebnis oder eine Berechnung ist kein Nachweis einer Zahlung oder Spendenüberweisung.
Versand im Preis oder Selbstabholung
Angebote müssen versicherten Versand ohne Aufpreis oder kostenlose Selbstabholung vorsehen; beide Optionen können angeboten werden. Bei Versand sind Verpackung, Transport und Versicherung im angezeigten Verkaufspreis enthalten. Zusätzliche Versandgebühren dürfen nicht verlangt werden. Die mindestens 10 % für zertifizierte Organisationen berechnen sich aus diesem gesamten Verkaufspreis vor Gebühren, ohne Abzug der enthaltenen Versandkosten.
Der Verkäufer als Absender sorgt für geeignete Verpackung, Sendungsverfolgung und eine für Artikelart und vollen Verkaufswert geeignete Transportversicherung. Er dokumentiert Versand und Übergabe und bearbeitet Verlust- oder Schadensmeldungen beim Transporteur beziehungsweise Versicherer. Bei Abholung dokumentieren beide Seiten die tatsächliche Übergabe. Zwingende Regeln zum Transportrisiko bleiben unberührt; beim Verbraucherkauf trägt grundsätzlich der gewerbliche Verkäufer das Risiko bis zur tatsächlichen Übergabe. Eine Versicherungsprüfung darf gesetzliche Ansprüche nicht verzögern.
Nichterhalt innerhalb von 14 Tagen melden
Der Empfänger kann einen nicht erhaltenen Artikel innerhalb von 14 Kalendertagen nach dem dokumentierten Versand über die Plattform reklamieren. Versanddatum und Sendungsnummer sind mitzuteilen; bei Verzögerungen soll die Meldung spätestens am letzten Tag dieses Zeitfensters erfolgen. Der betroffene Betrag bleibt bis zur Klärung gesperrt. Solange der Plattformweg noch nicht verfügbar ist oder technisch ausfällt, kann die Meldung mit Bestellreferenz an aifae.org@gmail.com erfolgen; Ansprüche sind außerdem beim Verkäufer geltend zu machen.
Diese Meldefrist dient der Plattformabwicklung und verkürzt keine gesetzlichen Liefer-, Erstattungs- oder Gewährleistungsrechte. Schweigen gilt nicht als Empfangsbestätigung. Ohne nachgewiesenen Erhalt oder dokumentierte Abholung beginnt weder die Rückgabefrist noch die daran anknüpfende Auszahlungsfrist. Gegenüber gewerblichen Verkäufern bleiben bei ausbleibender Lieferung insbesondere gesetzliche Nachfrist- und Rücktrittsrechte erhalten.
14 Tage Widerruf – auch bei Gebrauchtwaren
Bei Fernabsatzkäufen von einem gewerblichen Verkäufer haben Verbraucher in der EU grundsätzlich 14 Tage Zeit, ohne Begründung zu widerrufen – bei neuen ebenso wie bei gebrauchten Waren. Die Frist beginnt am Tag nach dem tatsächlichen Erhalt durch den Käufer oder einen benannten Dritten, der nicht Beförderer ist; bei getrennten Teillieferungen einer Bestellung nach Erhalt der letzten Ware. Eine online verbindlich geschlossene Bestellung bleibt auch bei späterer Selbstabholung ein Fernabsatzkauf.
Bei echten Privatverkäufen besteht dieses gesetzliche EU-Widerrufsrecht nicht automatisch. LuxCharity verlangt von privaten Verkäufern für Verkäufe über die Plattform ebenfalls ein vertragliches Rückgaberecht von 14 Tagen ab Erhalt zu den hier beschriebenen Erklärungs-, Rücksende- und Erstattungsbedingungen. Gesetzlich weitergehende Rechte bleiben bestehen. Der Verkäufer muss seinen privaten oder gewerblichen Status vor Vertragsschluss eindeutig angeben.
Reine Online-Auktionen und Live-Verkäufe sind nicht allein wegen ihrer Bezeichnung vom Widerruf ausgenommen. Gesetzliche Ausnahmen können etwa individuell angefertigte Waren oder entsiegelte, aus Gesundheits- oder Hygienegründen nicht rückgabefähige Waren betreffen; der bloße Zustand „gebraucht“ ist keine Ausnahme. Eine Ausnahme ist vor Vertragsschluss konkret anzugeben. Gesetzliche Fristverlängerungen, insbesondere bei fehlender Belehrung sowie an Wochenenden oder Feiertagen, bleiben erhalten.
Rückgabe erklären und Ware zurücksenden
Der Widerruf ist vor Fristablauf eindeutig gegenüber dem Verkäufer zu erklären, etwa per E-Mail; die rechtzeitige Absendung der Erklärung genügt. Eine Begründung, Originalverpackung oder vorherige Zustimmung des Verkäufers ist nicht Voraussetzung des gesetzlichen Widerrufs. Ein bloßes Zurücksenden ersetzt die Erklärung nicht. Anschließend ist die Ware spätestens innerhalb weiterer 14 Tage ab der Erklärung an die vom Verkäufer genannte Rücksendeadresse abzusenden, sofern er keine Abholung anbietet.
Bei einer Rückgabe ohne Mangel trägt der Käufer die unmittelbaren Rücksendekosten nur, wenn er darüber vor dem Kauf ordnungsgemäß informiert wurde und der Verkäufer sie nicht übernimmt. Rücksendungen sind angemessen zu verpacken; ein Versandnachweis sollte aufbewahrt werden. Für einen Wertverlust haftet der Verbraucher nur nach den gesetzlichen Voraussetzungen, insbesondere bei einem Umgang, der über die Prüfung von Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktion hinausgeht, und ordnungsgemäßer Widerrufsbelehrung. Die erforderlichen Kosten einer berechtigten Mängelbehebung trägt der gewerbliche Verkäufer.
Erstattung nach Widerruf oder Rückgabe
Bei wirksamem Widerruf sind die erhaltenen Zahlungen einschließlich der regulären Hinsendekosten unverzüglich, spätestens binnen 14 Tagen ab Zugang des Widerrufs, über dasselbe Zahlungsmittel zu erstatten, sofern nicht ausdrücklich und kostenfrei etwas anderes vereinbart wurde. Bei Versand im Gesamtpreis wird der Gesamtpreis erstattet; enthaltene Hinsendekosten, Plattformgebühren oder ein vorgesehener Spendenanteil werden nicht pauschal abgezogen. Ein gesetzlich zulässiger Wertersatz bleibt vorbehalten.
Der Verkäufer darf die Erstattung bis zum Rückerhalt der Ware oder bis zum Nachweis ihrer Rücksendung zurückhalten, je nachdem, was früher eintritt; dies gilt nicht, wenn er die Abholung angeboten hat. Die interne Auszahlungsfrist verlängert keine gesetzliche Erstattungsfrist. Bei einer Rückabwicklung entfällt die geplante Verteilung des betroffenen Betrags an Verkäufer und Organisationen beziehungsweise ist sie entsprechend zu korrigieren.
Gebrauchtwaren und Gewährleistung in der EU
Das Widerrufsrecht ist von der gesetzlichen Gewährleistung bei Mängeln zu unterscheiden. Beim Verbraucherkauf von einem gewerblichen Verkäufer besteht in der EU grundsätzlich mindestens zwei Jahre gesetzlicher Schutz ab Lieferung, auch für Gebrauchtwaren. Soweit das anwendbare nationale Recht dies erlaubt, kann für gebrauchte Waren eine kürzere Frist von mindestens einem Jahr wirksam vereinbart werden. Nach österreichischem Recht muss eine solche Verkürzung im Einzelnen ausgehandelt werden; diese AGB verkürzen die Frist nicht pauschal.
Vereinbarter Zustand, Alter und üblicher Verschleiß sind bei Gebrauchtwaren zu berücksichtigen. Verkäufer müssen bekannte Mängel klar offenlegen; „gebraucht“ allein schließt Ansprüche wegen fehlender vereinbarter Eigenschaften nicht aus. Bei Privatverkäufen richten sich Mängelrechte und mögliche Haftungsvereinbarungen nach dem anwendbaren nationalen Recht. Täuschung und zwingende Haftung können durch diese Regeln nicht ausgeschlossen werden.
Auszahlung erst nach Ablauf der Rückgabefrist
Verkäufer- und Organisationsanteile bleiben mindestens bis zum vollständigen Ablauf der 14-tägigen Rückgabefrist nach nachgewiesenem Erhalt oder dokumentierter Abholung gesperrt. Eine Zahlung oder Versandmeldung allein löst keine Auszahlung aus. Längere gesetzliche oder vereinbarte Fristen sind zu berücksichtigen. Zusätzlich muss das 14-tägige Meldefenster ab Versand abgelaufen sein; bei Selbstabholung entfällt dieses Versandfenster.
Erst wenn diese Fristen abgelaufen, die Zahlung bestätigt und die Mittel verfügbar sind und keine rechtzeitige Rückgabe, offene Nichterhaltsmeldung, Reklamation oder sonstige rechtliche Auszahlungssperre besteht, wird die vereinbarte Verteilung an den Verkäufer und die gewählten zertifizierten Organisationen zur Überweisung freigegeben. Offene Fälle sperren den betroffenen Betrag bis zur dokumentierten Klärung. Eine rechtzeitig erklärte Rückgabe bleibt auch dann offen, wenn die Ware erst nach Ende der ursprünglichen 14 Tage zurückkommt. Bank- und Zahlungsdienstlaufzeiten kommen zur Freigabe hinzu.
Nach Fristablauf und Auszahlung
Nach Ablauf des anwendbaren Widerrufs- beziehungsweise vertraglichen Rückgabezeitraums besteht kein zusätzliches Rückgaberecht allein wegen Nichtgefallens, sofern kein weitergehendes Recht vereinbart wurde. Danach sind produkt- und kaufvertragsbezogene Reklamationen direkt an den Verkäufer als Vertragspartner zu richten. Seine Kontaktangaben müssen dem Käufer zugänglich sein.
Gesetzliche Gewährleistung, Ansprüche wegen Nichtlieferung, Täuschung oder sonstiger Pflichtverletzungen sowie bereits fristgerecht erklärte Rückgaben bleiben auch nach einer Auszahlung bestehen. Ebenso unberührt bleiben zwingende Pflichten des Plattformbetreibers und gegebenenfalls Rechte gegenüber Zahlungsdienstleistern. Eine Auszahlung bedeutet keinen Verzicht des Käufers auf diese Rechte.
Verantwortung und Kontakt
Missbrauch, falsche Angaben und Rechtsverletzungen sind untersagt. Rechtswidrige Inhalte können eingeschränkt werden; Betroffene können eine Überprüfung per E-Mail verlangen. Zwingende Verbraucherrechte und gesetzliche Haftung bleiben unberührt. Änderungen gelten für die Zukunft und werden hier veröffentlicht.